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Für uns Menschen ist nun Sommer. Für die Bienen ist bereits Herbst und die Ernte muss schleunigst eingefahren werden! So sind die Rapsfelder seit Wochen bereits abgeerntet, viele anderen Blüten sind zugunsten des Fruchtansatzes unwiderruflich verloren. Im Wald stehen dafür bspw. Kastanien in der Blüte und auch die Tanne wird für die Bienen interessant ...

Juni








Biene FranziskaMit dem Blühen der verschiedenen Pflanzen, Wiesen und Bäume sind die Bienenvölker längst bereit und beginnen mit dem Sammeln des Nektars. Bei schönem Wetter sieht man die Bienen fleißig arbeiten.
Juli                 












Biene GundulaAbhängig von der Blüte sind i.d.R. Juni und Juli die beiden Erntemonate im Jahr.
Dieses Jahr (2010) sah es leider lange nicht gut aus. Der lange und strenge Winter hat verhindert, dass die Bienenvölker ihre gewohnte Stärke erlangen konnten. Bei vielen Kollegen und auch bei mir selbst sind viele Völker nicht über den Winter gekommen. Nach anfänglich sehr schönen Wetterperioden folgte eine ganze Reihe von schlechten und kalten Wochen, so dass die Bienen den meisten Teil des geernteten Honigs für sich selber benötigt haben.









verdeckelte HonigwabeVor einigen Jahren konnte ich eine kanadische Imkerei besichtigen, die ihren Honig u.a. auch nach Deutschland exportiert. Im Vergleich dazu geht es bei mir richtig beschaulich zu. Als Hobby-Imker schleudere noch immer von Hand, durch das so genannte Kalt-Schleuder-Verfahren.









Entdeckeln der HonigwabeWie viele andere Imker auch, hat sich der Sommer (2010) doch noch eingestellt. Für Blütenhonig war es wohl zu spät, aber für einige Pfund Waldhonig reichte es noch.
Auf dem nebenstehenden Bild entferne ich gerade den vorhandenen Wachsdeckel auf den Honigwaben. 
Honig aus SchleuderMehrere solcher Waben werden dann in eine Honigschleuder eingesetzt. Dort wird der flüssige Honig durch die Zentrifugalkräfte aus den Waben geschleudert. Der Honig läuft an die Schleuderwand nach unten, ehe er durch mehrere Siebe hindurch in einen geeigneten Auffangbehälter fließt.
Ist die eine Seite der Wabe geleert, werden die Seiten der Waben gewechselt und das ganze beginnt von vorne.
Der Honig muss anschließend gemäß den Vorschriften in Behältnisse umgefüllt werden, damit er lange haltbar bleibt.
August





          
Die Honigernte ist beendet und die Entnahme des Honigs ist abgeschlossen. Als Imker beginne ich nun damit Vorkehrungen für die Bienen zu treffen, damit diese möglichst stark und gesund über den Winter kommen. Dazu gehört auch die Behandlung gegen Bienenkrankheiten (insbesondere die Varroa) gemäß den Empfehlungen des Veterinäramtes bzw. der Universität Hohenheim. Der badische Landesverband unterstützt uns Imker bei dieser Aufgabe.
                                                                                                                            


Wir Menschen erfreuen uns an den oft farbenfrohen aber eben fallenden Blättern. Die Bienen haben sich längst in ihre Behausung zurückgezogen und treffen Vorkehrungen für den bevorstehenden Winter.

September        





 
Wäre der Imker nicht, würden die Bienen den angelegten Honigvorrat in den kommenden Monaten nach und nach für sich selbst auf-brauchen. Da wir Menschen ja aber einen Teil davon für uns haben möchten, muss ich den Bienen unmittelbar nach Beendigung der Entnahme einen geeigneten Ersatz anbieten. Füttern ist also angesagt, damit das Volk möglichst viele kräftige und winterharte Bienen behält.
Oktober










Die Bienen, die längst nicht mehr so zahlreich wie im Früh-jahr sind, reduzieren ihre Flugaktivitäten nun schon deutlich. Lediglich bei sehr warmen Wetter, wie wir es in diesem Oktober an ein paar wenigen Tagen hatten, fliegen sie noch stärker aus und sammeln für ihren eigenen Bedarf weiter Pollen.
Ich schaue in regelmäßigen Abständen nach den Völkern und nach notwendigen Ausbesserungen oder gar Instandhaltungsarbeiten am Bienenhäuschen. Die Behandlung der Bienen gegen die Varroa-Milbe wird langsam aber sicher eingestellt, denn nun sollte die Milbe keinen größeren Schaden mehr anrichten können.
Je nach Wetter und Temperaturen kann es notwendig werden, dass die Bienen zusätzlich "gefüttert" werden müssen.
November


















Mit den immer weiter zurückgehenden Temperaturen werden sich die Bienen in den kommenden Wochen zur Wintertraube zusammen-ziehen und die Stöcke nicht mehr verlassen.
Entsprechend sind von mir auch nur noch sporadische Sicht-kontrollen notwendig. Die kühleren Temperaturen und die vergleichs-weise warmen Behausungen der Bienen locken schon mal kleinere Tiere, bspw. Mäuse an, die sich gerne einnisten würden wodurch das Gefüge so gestört wäre, dass das Bienenvolk innerhalb weniger Tage absterben würde.
Da mit der Herbstzeit auch die Erkältungen ansteigen, wird nun der von den Bienen produzierten Honig stärker nachgefragt. Da alle - außer dem Admin dieser Seite - lieber flüssigen und nicht bereits cremigen Honig bevorzugen, verflüssige ich je nach Bedarf schonend jeweils einen Teil des Honigvorrats (Anmerkung des Admins dieser Seiten: Habe das Problem mit dem flüssigen Honig für mich wie folgt gelöst: Hole in unregelmäßigen Abständen einfach gleich mehrere Gläser des leckeren Honigs für die meine eigene Bevorratung und warte bis der Honig von alleine cremig wird. Dann kann man das Frühstücksbrot nämlich auch mal schräg halten und der Honig schmeckt m.E. noch besser ...).
                        


Dezember 






  
Der Kreislauf schließt sich. Bei den Bienen ist nun Ruhe angesagt. Für mich als Imker ist die Zeit angebrochen, erste Vorkehrungen für das nächste Bienenjahr zu treffen. Sei es, dass neue Bienen-rähmchen notwendig werden oder das eingeschmolzene Wachs gegen neue Mittelwände getauscht werden können.
Im Dezember wird aber auch viel süßes leckeres Gebäck hergestellt (z.B. Karins Lebkuchen).  Entsprechend halte ich je nach Nachfrage einen bestimmten Teil "meines" Honigvorrats flüssig.