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Die Imkerei ist sehr stark abhängig von der Natur. Die nachstehenden Angaben können deshalb nur als grobe, durchschnittliche Orientierung dienen, die auf meinen Erfahrungen hier in der Region Nordschwarzwald/Rheinebene basieren. Grundsätzlich ist festzustellen, dass der "Bienenkalender" deutlich gegenüber dem kalendarischen Kalender nach vorne versetzt ist. Ist für uns Menschen "Sommer" ist für die Bienen bereits "Herbst".


Bienenhaus im Winter 99In den Wintermonaten sind die Bienenvölker natur-gemäß schwächer. Die Anzahl der Bienen reduziert sich deutlich. Auch wenn die Bienen keinen wirklichen Winterschlaf halten, sind die Aktivitäten auf ein Minimum beschränkt und dabei sehr empfindlich. Dank eines durchdachten Systems schaffen es die Bienen durch den Verzehr von Futterreserven, die Temperatur im Magazin auch bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt soweit oben zu halten, dass nur wenige Bienen sterben.

Bienenkästen WinterDie Bienen in den Kästen bilden eine Kugel nach (da diese die geringste Oberfläche hat) und halten durch Bewegungen die Temperatur im Inneren weitgehend konstant.
Ob die Völker aber tatsächlich über den Winter kommen, hängt natürlich auch davon ab, wie kräftig das Volk zuvor war und wie kalt und lange der Winter ist, bzw. ob die Futtervorräte ausreichen.

Januar     









Ausschnitt aus einer MittelwandAls Imker nutze ich die kalten Tage dazu neue Bienen-rähmchen für die kommende Saison vorzubereiten. Die Bienenrähmchen stellen Halterungen für den Wabenbau der Bienen dar, die später nebeneinander im Magazin den Bienen genügend Platz für die Brutpflege bzw. für das Einlagern des Honigs bieten.
links: neue Wabe, rechts: alte Wabe Sie bestehen aus einer so genannten Mittelwand und dem Holzrahmen (z.B. für das Zandermaß) in welchen sie „eingelötet“ wurde. Im Frühjahr werden die Bienen die Kammern der Mittelwand ausbauen. Auch ohne Mittelwand und Rahmen würden sie das tun. Für mich ist es jedoch einfacher bei der Honigentnahme, wenn die Waben alle eine gleichmäßige Form haben.
Innen drin herrschen mehr als 30°!Natürlich schaue ich regelmäßig nach den Völkern. Da sie noch nicht aktiv sind, sollten sie weiter Ruhe haben. Meine Tätig-keit beschränkt sich auf die Säuberung der Flugöffnungen der Bienenkästen von außen, bspw. Befreiung von Schnee oder Entfernen der toten Bienen. Diese toten Bienen stammen aus dem Inneren und werden von dort so weit nach außen gebracht, wie eben möglich. Da die Wintermonate auch die Erkältungs- und Backmonate sind und damit die Zeit, in der die Nachfrage nach Honig am größten ist, muss ich von Zeit zu Zeit einen Teil meines Honigvorrats flüssig machen.
                                                                                                            
Februar    










Wenn die Temperaturen tagsüber steigen, können erste Reinigungsflüge der Bienen einsetzen. Tote Bienen werden aus dem Bienenkasten nach außen gebracht, die Flugöffnungen werden durch die Bienen selbst freigehalten.
Die Königin beginnt mit ihrer Eiablage und Bruttätigkeiten setzen ein.

Erste Pollenspender sind in der Regel Hasel und Erle, je nach Standort aber auch andere Blüten (z.B. Weidenkätzchen, Heidekraut, blühende Erika, …)Als Imker kontrolliere ich nun die Völker. Abgestorbene Völker werden erkannt und können beseitigt werden. Je nach Dauer Strenge des Winters könnte der Futtervorrat knapp werden. Ist dies der Fall füttere ich mit einem speziellen Bienenfutter nach.
                                                                                                             


Die Aktivitäten im Bienenvolk nehmen deutlich zu. Vielleicht kann man im Garten auch schon die ersten vereinzelten Bienen sichten, die frühe Blüten anfliegen. Wie gesagt, ist der Bienenkalender zu unserem nach vorne verschoben. In manchen Jahren (z.B. 2011) konnte man gegen Ende bereits erste Honigernten einfahren. In 2012 war das Klima jedoch nicht besonders bienenfreundlich.

März       















Die Temperatur steigt tagsüber weiter an und mit den ersten warmen Tagen steigt auch die Flugaktivität der Bienen. Es finden Reinigungs-, Versorgungs- bzw. erste Erkundungsflüge statt.
Kehren die Bienen mit Pollen zurück ist das ein gutes Zeichen für die Vitalität des Volkes. Die Bienen eines weisellosen Volkes – also eines ohne Königin werden einem anderen Volk zugeführt.

Hatte die Königin nicht überlebt, könnte dies auf eine Krankheit zurückzuführen sein. Die toten Bienen im Bienenstock muss ich dann zwingend entsorgen um ein Übertragen der ggf. vorhandenen Krankheit auf benachbarte Völker zu verhindern.Jetzt kommen auch die Rähmchen mit den Mittelwänden zum Einsatz. Der Raum in den Bienenkästen kann nun vergrößert werden, um dem Volk mehr Platz für den Aufbau zu geben. Reichen die Flugtage wetterbedingt nicht aus, kann mit Reizfutter (In Wasser aufgelöster Honig der vorangegangenen Saison) die Brutaktivitäten des Volkes unterstützt werden. Die Königin legt mehr Eier ab und das Volk wird stärker.
Futtervorrat für BrutDie Bienen nehmen das Angebot der Mittelwände gerne an und bauen fleißig an den Waben, denn sie benötigen den Platz für ihren Nachwuchs und ihre Futtervorräte.
                                                                                                             
                                                                                                             
April        







KirschblütenDie Anzahl der Blüten hat sich weiter erhöht. Die Allergiker unter Ihnen können davon ein Lied singen. Insbesondere Weide und Birke sind hinzugekommen, der Löwenzahn folgt. Aber auch andere Blüten, wie Raps und erste Obstbäume beginnen zu blühen.


blühender Baum
Wabe mit verdeckelter Brut und FuttervorratIm Bienenvolk herrscht nun schon eifriges Treiben. Die Brutaktivitäten sind in vollem Gange und die Anzahl der schlüpfenden Bienen steigt täglich. Von ihren Flügen bringen die Bienen Nektar und Pollen mit.

Mit zunehmender Stärke des Volkes stelle ich weitere Rähmchen zur Verfügung. Reicht der Platz im Bienenkasten nicht aus, wird eine „Etage“ aufgesetzt. Jetzt wäre eventuell „Wanderzeit“ für die Bienenvölker, die von ihrem Imker in speziellen Blüten (Obst, Raps, …) gebracht werden. Bis vor wenigen Jahren bin ich mit einem Imkerfreund losgezogen und wir haben Teile unsere Bienenvölker in geeignete Gebiete gebracht. Insbesondere Obstplantagen sind an zahlreichen Bienen in unmittelbarer Nähe interessiert, profitieren sie doch ungemein von der Bestäubung.
Fleißige Bienen mit Brut
                                                                                                              
Mai         





























 



Schwarm !!!Die Natur zeigt sich farben-prächtig. Blühende Pflanzen und Bäume locken die Bienen.

Aber, es herrscht auch Schwarmgefahr!

Die Bienenvölker sind im Mai bereits auf eine enorme Größe angewachsen. Manchmal passiert es, dass die Völker zu stark werden. Das Volk möchte sich dann teilen und beginnt zu Schwärmen. Von Schwärmen spricht man, da ein Großteil der Bienen den Bienenstock verlässt und sich dann trauben-ähnlich irgendwo niederlässt. Für den Imker ist das ein Alptraum, denn ein schwärmendes Volk stellt einen Totalverlust bei der Honigernte da.

Ich versuche dieser Gefahr dadurch vorbeugen, dass ich die Bienen auf-merksam beobachte und ggf. mit weiteren Rähmchen den Bienenstock nach und nach erweiterte. Ggf. bilde ich Ableger, um die Schwarm-bereitschaft zu reduzieren. Ableger sind 2 bis 3 Brutwaben, die mit Bienen und einer Weisel (Königin) besetzt sind. Diese bringe ich in ein Magazin und füttere es mit entsprechendem Futter (Apifonda). Das könnte ein Volk für das nächste Jahr werden.

In manchen Jahren ist der Mai bereits Erntezeit für den ersten Blütenhonig.
                                                                                                              
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