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Die Honigbienen (apis melifica) leben in einem sozialen Volk, d.h. die einzelne Biene ist alleine nicht überlebensfähig. Grundsätzlich gilt es die zwei weiblichen Bienenarten (Königin und Arbeiterinnen) und die männliche Biene (Drohne) zu unterscheiden.


Königin Lisbeth und ihr HofstaatDie Königin oder "Weisel", wie sie auch noch genannt wird, ist deutlich größer als die anderen Bienen. Sie ist das einzige voll entwickelte Weibchen im Bienen-volk. Die Aufgabe der Königin ist es entsprechend, für Nach-kommen zu sorgen. Die Königin hat zwar einen Stachel, wird ihn aber eher selten zum Einsatz bringen müssen. Eine Königin kann mehrere Jahre alt werden. Dabei muss sie alleine zum Erhalt ihres Volkes Jahr für Jahr bis zu 100.000 Eier legen.

An einem Frühlingstag sind das also schon mal bis zu 2.000 Eier, jedes natürlich in eine eigene Zelle. Damit sie dies tun kann, wird sie von den Arbeiterinnen umsorgt und gefüttert. Die Arbeiterinnen kümmern sich auch um die Brutpflege. Die Königin verlässt in der Regel nur zum Begattungsflug den Bienenstock.
Wir Imker kennzeichnen die Königin nach einem festgelegten Farbschema, damit man das Alter erkennen kann. Das Bild oben zeigt eine Königin, die in 2012 geschlüpft ist.


Sämtliche über das Jahr anfallende Arbeiten (Nektar bzw. Honigtau sammeln, Waben-bau, Königin versorgen, Nachwuchs groß ziehen, Verteidigung des Bienenstocks, …) werden von den Arbeiterinnen erledigt.

Biene DörteDa ist es nicht verwunderlich, wenn die Arbeiterinnen eine wesentlich kürzere Lebens-erwartung als eine Königin haben. Sie beträgt in der Regel kaum mehr als 4-5 Wochen in den warmen Monaten. Lediglich in den weniger arbeitsintensiven Wintermonaten kann eine Arbeiterin auch schon mal mehrere Monate alt werden.  Die Geschlechtsorgane der Arbeiterinnen sind verkümmert, sie können also selbst nicht für Nachwuchs sorgen.

"Stifte"Aus dem anfänglichen "Stift" schlüpft die Made, welche in den ersten Tagen von anderen Arbeiterinnen mit Futter-saft bzw. Pollen und Honig gefüttert wird. Am 9ten Tag wird die Zelle verdeckelt; nun kann sich die zukünftige Arbeiterin in Ruhe zum Insekt entwickeln. Die Arbeiterin schlüpft am 21. Tag. 

Unmittelbar nach dem Schlüpfen beginnt die mehrtägige Hausarbeit: Zellen putzen, Maden füttern. Erst danach darf sie den anderen Arbeiterinnen den Nektar abnehmen und sich um den Ausbau des Bienenstocks kümmern. Ist sie etwa 16 Tage alt, wird sie die Umgebung erkunden und vor allem als Wachbiene den Stock gegen Eindringlinge (z.B. Wespen) schützen.

Das fleißige LieschenDas eigentliche Sammeln von Nektar und Pollen beginnt die Arbeiterin, wenn sie rund 20 Tage alt ist und wird dies dann auch bis zu ihrem Tod machen. Wie oben erwähnt, ereilt sie der Tod in der Regel bereits nach rd. 35-40 Tagen. In diesen wenigen Tagen bringt sie es manchmal auf mehrere hundert Flugkilometer und sammelt dabei ein Vielfaches ihres Körpergewichts an Nektar und Pollen aus dem im Bienenstock letztlich das "flüssige Gold" wird.

Die Arbeiterin besitzt einen Stachel, den sie jedoch nur zur Abwehr von Eindringlingen und zur Verteidigung einsetzt. Die Wahrscheinlichkeit von einer sammelnden Biene gestochen zu werden, ist sehr gering. Schon aus eigenem Interesse züchten wir Imker aggressionsarme Bienenvölker. Und falls Sie das Unwahrscheinliche doch mal eintritt: Tipps  


Die männlichen Bienen sind die stachellosen Drohnen. Da die Drohnen, außer ihrer Auf-gabe, für Nachwuchs durch Paarung mit der Königin zu sorgen, keine Arbeit verrichten, sind sie auch äußerlich deutlich von den Arbeiterinnen zu unterscheiden. Drohnen sind nur in der Paarungszeit von ca. April bis August vorhanden.


Zu einem Bienenvolk gehören in der Regel eine Königin, ein paar hundert Drohnen und mehrere tausend Arbeiterinnen. Im Hochsommer kommen so schon mal bis zu 80.000 Bienen, im Winter dagegen nur 10.000 bis 15.000 Bienen zusammen.

So ein Volk ist ziemlich faszinierend. Wenn Sie sich so etwas mal aus der Nähe an-schauen wollen, organisiere ich das gerne für Sie. Die Mutigen unter Ihnen nehme ich schon mal mit zu meinem Bienenhaus, für die weniger Mutigen erkundige ich mich gerne beim Bezirksimkerverein Gaggenau. Dort gibt es einen Schaukasten, also Glas zwischen Ihnen und den Bienen .... :-)

Biene Esther


Die Bienen zählen nach Rind und Schwein zu den wichtigsten Nutztieren. Dies ist nicht so bekannt. Aber durch die Bestäubung der Blüten leisten Bienen einen nicht schätz-baren Beitrag zur Sicherung unserer Nahrungsmittelversorgung und zum Erhalt der Artenvielfalt. Der leckere und naturreine Honig ist volkswirtschaftlich bewertet also eigentlich nur ein Nebenerzeugnis. Untersuchungen zeigen, dass die Ernteerfolge in der Landwirtschaft sehr stark (rund 80%) von der Bestäubung der Bienen abhängen. Ohne deren Hilfe würden beispielsweise nur noch zwei statt zehn Äpfel wachsen.

Oberhamersbach


Forschungen haben ergeben, dass eine Sammlerin zwischen 4 und 20 mal täglich ausfliegt und dabei auf eine Flugstrecke von bis zu 85 km kommt. In den rd. 15 bis 20 Tagen bis zu ihrem Tod kommen so einige hundert, ja mehr als tausend Kilometer zusammen. Und wer eine Biene schon mal beobachten konnte, weiß, dass diese jeweils mehrere Blüten bei so einem Ausflug ansteuert.
Um 1 Kilogramm Honig zu erhalten, sind insgesamt mehrere Millionen Blütenbesuche erforderlich, bei denen zwischen 2 und 3 kg Nektar bzw. Honigtau in den Bienenstock gebracht wird. Eine einzelne Biene schleppt dabei übrigens bis zu 40mg Nektar pro Rückflug und damit etwa die Hälfte ihr eigenen Gewichts. Die zurückgelegte Weg-strecke entspricht dabei vermutlich dem rd. 3,5fachen des Erdumfangs. Der ge-sammelte Ertrag dient dabei natürlich auch der eigenen Energieaufnahme. Da ja aber nur ein Teil der Bienen ausfliegt, werden die im Bienenstock verbliebenen Arbeiterinnen, Drohnen und natürlich die Königin mitversorgt.
Spätestens bei diesen Zahlen wird deutlich, was Bienen wirklich leisten und warum man von fleißigen Bienen spricht. 


Die Biene im Frühjahr, Sommer und im Herbst hat jeder schon mal gesehen. Im Winter sind sie im Bienenstock und trotzen der Kälte. Dies tun sie überwiegend dadurch, dass sie sich zu einer kugelähnlichen Form (Die Kugel hat bekanntlich die geringste Ober-fläche) zusammenkauern und durch Flügelbewegungen ihre ganz eigene Heizung in Betrieb halten. Als Energiequelle, sprich zur Nahrungsaufnahme, dient dann der im Sommer eingefahrene Honig.


Ein langer, strenger Winter kann ein Bienenvolk so sehr schwächen, dass es den Winter nicht überlebt. Daneben gibt es aber auch eine ganze Reihe weiterer Risiken für die Bienen. Das wohl bekannteste ist die Varroamilbe, ein ursprünglich aus Asien eingeschleppter Parasit, der die Bienenvölker stark schwächt und damit für das Absterben verantwortlich ist. Die amerikanische Faulbrut zählt ebenfalls zu den Bedrohungen der heimischen Bienenwelt. Erwachsene Bienen können zwar nicht befallen werden, wohl aber die Bienenbrut. Eingeschleppt wird die Faulbrut in der Regel durch importierten (!) Honig. Zuletzt kamen Pflanzenschutzmittel ins Interesse der Medien, die nachweislich für das Absterben von Bienenvölkern verantwortlich sind.

Gegen die Varroamilbe gibt es teilweise gute Erfolge durch chemische oder biologische Bekämpfungsmethoden. Bei Befall hilft aber meist nur die vollständige Vernichtung des Bienenvolkes samt Milbe, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Bei Auftreten der Faulbrut wird von Seiten des Veterinäramtes ein Sperrgebiet verhängt, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Auch hier hilft meist nur die Vernichtung der betroffenen Bienenvölker und die Entseuchung der eingesetzten Gerätschaft. Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist die Politik und die Wirtschaft gefordert. Negativ wirken hier auch die Ausdehnung von Monokulturen. 

Albert Einstein wird folgende Aussage zugeschrieben:
"Stirbt die Biene, hat der Mensch noch vier Jahre zu leben.
Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen
mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr."


Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg bietet für Lehrer, Schüler und sonstige Interessierte im Internet sehr viele Informationen über Bienen an. Sogar Live-Cams hat man im Bienenstock und vor dem Flugloch angebracht. Das Projekt HOBOS (HOney Bees Online Studies) macht es möglich!